Dokumentansicht

Zum Hauptdokument : Richtlinie zur Förderung des "Meister-Extra" in Mecklenburg-Vorpommern



Anlage 2

(zu den Nummern 3.4, 6.1.1.4 und 6.1.2.4)



Ermittlung der Besten eines Jahres



1.
Es werden bis zu 33 Absolventinnen und Absolventen der beiden Handwerkskammern und bis zu 17 Absolventinnen und Absolventen der drei Industrie- und Handelskammern ermittelt, die als Beste oder Bester innerhalb des unter Nummer 2 genannten Zeitraumes ihre Meisterprüfung abgelegt haben und über die Zuwendung in Höhe von 2.000 Euro hinaus eine Zahlung in Höhe von 3.000 Euro erhalten.


2.
Der Zeitraum zur Ermittlung der Besten erstreckt sich vom 1. Januar bis zum
31. Dezember eines Jahres. Das Datum der Antragstellung ist maßgeblich für das Jahr, in dem die Absolventin oder der Absolvent berücksichtigt wird.


3.
Industrie- und Handelskammern


3.1
In einem zweistufigen Verfahren ermitteln die Industrie- und Handelskammern zunächst intern anhand der Prüfungsergebnisse jeweils eine beste Absolventin oder einen besten Absolventen einer Meister-Fachrichtung für die Berechtigung der Gewährung des „Meister-Extra“. Anschließend wird aus diesem Kreis die beste Absolventin oder der beste Absolvent des Landes auf der Grundlage der Gesamtnote ermittelt.


3.2
Die Ermittlung der Gesamtnote erfolgt auf der Basis des vom Bundesinstitut für Berufsbildung vorgelegten Arbeitspapiers „Vorbereitung von Regelungen zur Bildung einer Gesamtnote in Fortbildungsverordnungen“ vom 3. September 2014, das die Bildung und Ausweisung einer Gesamtnote regelt.


4.
Handwerkskammern


4.1
In einem zweistufigen Verfahren ermitteln die Handwerkskammern zunächst intern anhand der Prüfungsergebnisse jeweils eine beste Absolventin oder einen besten Absolventen eines Gewerkes; im Kraftfahrzeug-Handwerk werden jeweils die beste Kfz-Technikermeisterin oder der beste Kfz-Technikermeister und darüber hinaus die beste Kfz-Technikermeisterin oder der beste Kfz-Technikermeister, die oder der die Anerkennung des Fachteils I über die Fortbildungsprüfung „Geprüfte Kfz-Servicetechnikerin“ oder „Geprüfter Kfz-Servicetechniker“ erlangt hat, ermittelt. Anschließend wird aus diesem Kreis die beste Absolventin oder der beste Absolvent des Landes auf der Basis der Durchschnittspunkte ermittelt.


4.2
Als Kriterien für die Ermittlung der besten Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister durch die Handwerkskammern werden die Punkte aus den Fachteilen I und II (Fachpraxis und Fachtheorie) addiert und ein Gesamtdurchschnitt ermittelt. Eine Besonderheit gilt bei den Kfz-Technikermeisterinnen und Kfz­Technikermeistern, die die Anerkennung des Fachteils I über die Fortbildungsprüfung „Geprüfte Kfz-Servicetechnikerin“ oder „Geprüfter Kfz-Servicetechniker“ erlangt haben; bei diesen wird für die Ermittlung auf die Fortbildungsprüfung und den Fachteil II der Prüfung abgestellt.


5.
Zur Teilnahme an den Verfahren nach den Nummern 3 und 4 müssen die Absolventinnen und Absolventen mindestens einen Durchschnitt von 3,0 für Abschlüsse bei den Industrie- und Handelskammern und eine Durchschnittspunktzahl von mindestens 75,00 für Abschlüsse bei den Handwerkskammern vorweisen.


6.
Für den Fall, dass mehrere Absolventinnen und Absolventen den gleichen Durchschnitt erreichen, wird bis auf die zweite Dezimalstelle nach dem Komma gerechnet. Sofern sich keine Unterscheidung finden lässt, erhöht sich die Anzahl der Anspruchsberechtigten.