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§ 84a
Regelungen für die behördlich verfügte Schulschließung
im Schuljahr 2019/2020

(1) Für den Zeitraum, in welchem aufgrund behördlicher Verfügung kein Unterricht im Regelbetrieb in den Schulen des Landes stattfindet, werden die Regelungen der Verordnung unter Maßgabe der in den folgenden Absätzen genannten Änderungen für alle Schülerinnen und Schüler, die sich im Schuljahr 2019/2020 in der Einführungsphase und der Qualifikationsphase befinden, angewendet.

(2) Abweichend von § 21 Absatz 1 soll in der Einführungsphase in den Unterrichtsfächern Mathematik, Deutsch und in den Fremdsprachen, einschließlich der neu beginnenden Fremdsprache, im Schuljahr mindestens eine, in den weiteren Unterrichtsfächern höchstens jeweils eine Klausur geschrieben werden.

(3) Abweichend von § 21 Absatz 5 soll in der Einführungsphase in allen Unterrichtsfächern in jedem Schulhalbjahr mindestens eine Note für sonstige Leistungen erteilt werden.

(4) Abweichend von § 22 Absatz 1 wird die Gesamtnote eines Schulhalbjahres allein auf der Grundlage der sonstigen Leistungen ermittelt, wenn in diesem Schulhalbjahr der Qualifikationsphase aus von der Schülerin oder dem Schüler nicht selbst zu vertretenden Gründen keine Klausur oder Klausurersatzleistung erbracht werden konnte.

(5) Abweichend von § 22 Absatz 7 soll in jedem Schulhalbjahr der Qualifikationsphase mindestens eine Note für sonstige Leistungen erteilt werden.

(6) Abweichend von § 25 Absatz 2 findet im Fach Sport kein praktischer Prüfungsteil statt. § 30 Absatz 1 Satz 2 findet keine Anwendung. Der praktische Teil im Prüfungsfach Sport wird durch die praktischen Leistungen der vier Halbjahre der Qualifikationsphase erbracht. In begründeten Ausnahmefällen kann der praktische Teil abweichend von Satz 3 auch durch die ersten drei Halbjahre erbracht werden. Über diese Ausnahme entscheidet die Prüfungskommission. Der praktische Prüfungsteil in den Prüfungsfächern Musik, Kunst und Gestaltung sowie Darstellendes Spiel gemäß § 41 Absatz 1 wird wie eine mündliche Prüfung bewertet, § 38 gilt entsprechend.

(7) Als Zweitkorrektoren gemäß § 28 Absatz 2 Nummer 1 werden vorrangig Lehrkräfte mit Schutzstatus im Homeoffice eingesetzt. Abweichend von § 28 Absatz 3 können die Aufgaben der Protokollführung in der mündlichen Prüfung durch die Fachprüfungsleiterin oder den Fachprüfungsleiter wahrgenommen werden. Abweichend von § 28 Absatz 4 soll bei zwei Mitgliedern des Fachprüfungsausschusses mindestens ein Mitglied die Lehrbefähigung für das jeweilige Unterrichtsfach sowie für das Lehramt an Gymnasien oder an beruflichen Schulen oder eine gleichwertige Qualifikation besitzen.

(8) Abweichend von § 29 Absatz 1 stellt die Schule die Ergebnisse des vierten Schulhalbjahres der Qualifikationsphase unter Berücksichtigung von Artikel § 84a Absatz 4 und 5 fest. Die Schülerinnen und Schüler können sich beim vorsitzenden Mitglied der Prüfungskommission zur Abiturprüfung anmelden.

(9) Abweichend von § 31 Absatz 1 sind jeweils die belegten und bewerteten Leistungen der drei Schulhalbjahre in die Gesamtqualifikation einzubringen, wenn aus von der Schülerin oder dem Schüler nicht selbst zu vertretenden Gründen im vierten Schulhalbjahr der Qualifikationsphase in einzelnen Prüfungsfächern keine Halbjahresleistungen ermittelt werden konnten.

(10) Abweichend von § 31 Absatz 2 kann die Mindestanzahl der einzubringenden, belegten und bewerteten Halbjahresleistungen mit Zustimmung der zuständigen Schulbehörde reduziert werden, wenn aus von der Schülerin oder dem Schüler nicht selbst zu vertretenden Gründen die Anzahl der gemäß § 31 Absatz 2 mindestens einzubringenden, belegten und bewerteten Halbjahresleistungen nicht eingebracht werden konnten. Insgesamt müssen in diesem Fall mindestens 32 belegte und bewertete Halbjahresleistungen eingebracht werden.

(11) § 33 Absatz 1 Satz 2 findet keine Anwendung.

(12) Abweichend von § 34 Absatz 1 Satz 2 reicht bei den Hauptterminen der schriftlichen Prüfungen ein ärztliches Attest aus.

(13) Abweichend von § 35 Absatz 4 Satz 1 sollen die schriftlichen Arbeiten nach Möglichkeit unter Aufsicht von zwei Lehrkräften, aber mindestens einer Lehrkraft, angefertigt werden.

(14) § 40 Absatz 3 wird außer Kraft gesetzt.

(15) Abweichend von § 43 Absatz 2 kann die Mindestanzahl der einzubringenden, belegten und bewerteten Halbjahresleistungen mit Zustimmung der zuständigen Schulbehörde reduziert werden, wenn aus von der Schülerin oder dem Schüler nicht selbst zu vertretenden Gründen die Anzahl der gemäß § 43 Absatz 2 Satz 1 mindestens einzubringenden, belegten und bewerteten Halbjahresleistungen nicht eingebracht werden konnten. Insgesamt müssen in diesem Fall mindestens 32 belegte und bewertete Halbjahresleistungen eingebracht werden. Die Gesamtqualifikation in Block I wird dann entsprechend Anlage 2 ermittelt. Insgesamt müssen mindestens 200 Punkte und dabei mindestens 80 Prozent mit jeweils fünf Punkten in einfacher Wertung erreicht worden sein.