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Verordnung über den Nachweis der fachlichen Eignung des
Dolmetschers oder Übersetzers
Vom 8. Februar 1993
Fundstelle: GVOBl. M-V 1993, S. 122
 

Aufgrund des § 4 Abs. 1 des Gesetzes über die öffentliche Bestellung und allgemeine Beeidigung von Dolmetschern und Übersetzern (Dolmetschergesetz - DolmG) vom 6. Januar 1993 (GVOBl. M-V S. 2) verordnet der Minister für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten im Einvernehmen mit der Kultusministerin:

 

§ 1

(1) Der Nachweis der fachlichen Eignung für die öffentliche Bestellung und allgemeine Beeidigung der Dolmetscher oder Übersetzer nach § 3 Abs. 1 Nr. 4 Dolmetschergesetz ist geführt durch

1.

a)

ein im Geltungsbereich des Grundgesetzes erlangtes Zeugnis über den erfolgreichen Abschluß des Dolmetscher- oder Übersetzerstudiums an einer Universität oder einer gleichgestellten Hochschule,

b)

ein in dem durch Artikel 3 des Einigungsvertrages bezeichneten Gebiet erlangtes Zeugnis über den erfolgreichen Abschluß des Studiums als Diplomsprachmittler,

2.

a)

ein außerhalb des Geltungsbereichs des Grundgesetzes oder

b)

ein im Geltungsbereich des in Artikel 3 des Einigungsvertrages bezeichneten Gebietes

erlangtes Zeugnis über einen Ausbildungsabschluß, sofern dieser von der Kultusministerin des Landes Mecklenburg-Vorpommern als gleichwertig im Sinne der Nummer 1 anerkannt ist. Der Anerkennung durch die Kultusministerin steht die Anerkennung durch die Kultusministerkonferenz der Länder gleich.

(2) Der Nachweis der fachlichen Eignung in sonstiger Weise (§ 3 Abs. 1 Nr. 4 Dolmetschergesetz in Verbindung mit § 4 Abs. 2 Nr. 1 Dolmetschergesetz) bleibt unberührt.

 

§ 2

Diese Rechtsverordnung tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.

Schwerin, den 8. Februar 1993

Der Minister für Justiz,
Bundes- und Europaangelegenheiten
Herbert Helmrich