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Verordnung
über die Arbeit in der Jahrgangsstufe 13
und zum Ablegen des Abiturs an Freien Waldorfschulen
(Abiturprüfungsverordnung Waldorfschulen - WAbiPrüfVO M-V)#
Vom 20. Januar 2013
Fundstelle: GVOBl. M-V 2013, S. 142
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: mehrfach geändert durch Verordnung vom 18. Juli 2014 (GVOBl. M-V S. 441 / Mitt.bl. BM M-V S. 198)
Fußnoten
#)
Verkündet im Mitt.bl. BM M-V vom 29. Januar 2013 S. 2
 

Aufgrund der §§ 33 sowie 69 Nummer 3 und 6 des Schulgesetzes in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. September 2010 (GVOBl. M-V S. 462; 2011 S. 859; 2012 S. 524), das zuletzt durch das Gesetz vom 13. Dezember 2012 (GVOBl. M-V S. 555) geändert worden ist, verordnet das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur:

 

§ 1

Aufnahme in die Jahrgangsstufe 13 an Freien Waldorfschulen

Voraussetzung für die Aufnahme in die Jahrgangsstufe 13 an der Waldorfschule ist der Erwerb der Mittleren Reife gemäß § 11 Absatz 3 der Verordnung über den Erwerb von Abschlüssen des Sekundarbereiches I an Freien Waldorfschulen.

 

§ 2

Unterricht in der Jahrgangsstufe 13

(1) Die Jahrgangsstufe 13 umfasst zwei Schulhalbjahre, die an die zwölfjährige Schulzeit der Waldorfschulen anschließen. Der Unterricht wird in vierstündigen und zweistündigen Fächern erteilt. Mindestens die schriftlichen Prüfungsfächer sollen vierstündig unterrichtet werden. Grundlage für die Unterrichtsgestaltung und die Abiturprüfungen sind die jeweiligen Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife oder die Einheitlichen Prüfungsanforderungen in der Abiturprüfung entsprechend den Beschlüssen der Kultusministerkonferenz sowie die geltenden Kern-Curricula. Der Unterricht in der Jahrgangsstufe 13 ist fachbezogen, fachübergreifend und fächerverbindend zu gestalten. Er vermittelt eine vertiefte Allgemeinbildung, allgemeine Studierfähigkeit sowie wissenschaftspropädeutische Bildung.

(2) In jedem der beiden Schulhalbjahre muss der Unterricht in den acht Prüfungsfächern nach § 3 Absatz 2 und 3 regelmäßig besucht und der geforderte Leistungsnachweis erbracht werden. Die Schule stellt sicher, dass die Voraussetzungen für die Zulassung zur Abiturprüfung in zwei Schulhalbjahren erfüllt werden können.

(3) Die Fächer sind folgenden Aufgabenfeldern zugeordnet:

1.

sprachlich-literarisch-künstlerisches Aufgabenfeld (Deutsch, Fremdsprachen, Kunst und Gestaltung, Musik),

2.

gesellschaftswissenschaftliches Aufgabenfeld (Geschichte und Politische Bildung, Geografie, Sozialkunde, evangelische oder katholische Religion, Philosophie, Wirtschaft),

3.

mathematisch-naturwissenschaftlich-technisches Aufgabenfeld (Mathematik, Biologie, Physik, Chemie, Informatik).

Das Fach Sport ist keinem Aufgabenfeld zugeordnet.

(4) Die zuständige untere Schulbehörde kann den Unterricht in der Jahrgangsstufe 13 überprüfen und dazu im Einzelfall Klausuraufgaben stellen und sich Klausuren zur Beurteilung vorlegen lassen.

(5) Ist eine Leistungsbewertung aus Gründen, die die Schülerin oder der Schüler zu vertreten hat, nicht möglich, so wird mit null Punkten bewertet.

(6) Für die Leistungsnachweise und die Leistungsbewertung gelten die Regelungen zur Qualifikationsphase in der Abiturprüfungsverordnung.

 

§ 3

Prüfungsgegenstände und Prüfungsverfahren

(1) Gegenstand der Prüfung sind vier schriftliche Prüfungsfächer, die gegebenenfalls auch zusätzlich mündlich geprüft werden, und weitere vier Fächer, die nur mündlich geprüft werden.

(2) Die schriftlichen Prüfungsfächer, von denen zwei Fächer auf erhöhtem Anforderungsniveau geprüft werden, sind

1.

Mathematik,

2.

Deutsch,

3.

eine Fremdsprache oder eine Naturwissenschaft,

4.

Geschichte und Politische Bildung.

Mathematik oder Deutsch oder eine Fremdsprache müssen auf erhöhtem Anforderungsniveau geprüft werden. Die Wahl der vier schriftlichen Prüfungsfächer ist spätestens zwei Wochen nach dem Ende des dritten Halbjahres der Qualifikationsphase an öffentlichen allgemein bildenden Schulen verbindlich abzuschließen.

(3) Die mündlichen Prüfungsfächer sind aus den Gegenstandsbereichen Fremdsprachen, Musik, Kunst und Gestaltung, Geografie, Philosophie, Sozialkunde, Wirtschaft, Naturwissenschaften, Informatik sowie Evangelische oder Katholische Religion so zu wählen, dass unter Berücksichtigung von Absatz 2 mindestens eine Naturwissenschaft und zwei Fremdsprachen Prüfungsfächer sind.

(4) In höchstens zwei der mündlichen Prüfungsfächer können nach entsprechender Überprüfung durch die zuständige untere Schulbehörde anstelle einer Prüfungsleistung die Halbjahresergebnisse aus dem zweiten Schulhalbjahr der Jahrgangsstufe 13 eingebracht werden, jedoch nicht in den Fremdsprachen. Auf Antrag des Prüflings, bei nicht volljährigen Prüflingen durch die Erziehungsberechtigten, entscheidet die Prüfungskommission.

(5) In die Abiturprüfung kann zusätzlich eine besondere Lernleistung gemäß § 8 eingebracht werden, die im Rahmen oder Umfang eines mindestens über die zwei Halbjahre des 13. Schuljahres belegten Faches erbracht wird. Voraussetzung dafür ist, dass die besondere Lernleistung oder wesentliche Bestandteile noch nicht anderweitig angerechnet wurden.

(6) Für Termine, Aufgabenstellung, Korrektur und Bewertung, Ablauf der Prüfung, Protokoll und Urteilsfindung, Zuhörerinnen und Zuhörer in der mündlichen Prüfung, Täuschungen, andere Unregelmäßigkeiten, Rücktritt und Versäumnis sowie Einsicht in die Prüfungsakten und Nachteilsausgleich gilt die Abiturprüfungsverordnung .

 

§ 4

Prüfungsgremien

(1) Die Durchführung der gesamten Prüfungen obliegt einer Prüfungskommission, dessen vorsitzendes Mitglied von der zuständigen unteren Schulbehörde bestellt wird. Der Prüfungskommission gehören weitere zwei Mitglieder an. Die Mitglieder müssen beide Staatsprüfungen für ein Lehramt abgelegt haben oder über eine entsprechende Lehrbefähigung verfügen und die Lehrbefähigung für die gymnasiale Oberstufe besitzen. Das vorsitzende Mitglied soll Schulaufsichtsbeamtin oder Schulaufsichtsbeamter oder Schulleiterin oder Schulleiter sein.

(2) Für Prüfungsvorgänge in den einzelnen Fächern werden Fachprüfungsausschüsse gebildet, deren Mitglieder von dem Vorsitzenden der Prüfungskommission bestellt werden.

(3) Für Aufgaben, Zusammensetzung und Tätigkeit der Prüfungskommission und der Fachprüfungsausschüsse gelten die Bestimmungen der Abiturprüfungsverordnung.

 

§ 5

Zulassung zur Abiturprüfung

(1) Die Zulassung ist bei der zuständigen unteren Schulbehörde zu beantragen. Sie wird durch die untere Schulbehörde oder das vorsitzende Mitglied der Prüfungskommission erteilt.

(2) Eine Zulassung zur Abiturprüfung kann frühestens nach dem Besuch von 13 aufsteigenden Jahrgangsstufen am Ende der Jahrgangsstufe 13 erfolgen.

(3) Nicht zugelassen wird, wer die Abiturprüfung zweimal nicht bestanden hat.

 

§ 6

Schriftliche Abiturprüfung

(1) Die Abiturprüfung findet am Ende des zweiten Halbjahres der Jahrgangsstufe 13 statt.

(2) In der schriftlichen Abiturprüfung haben die Schülerinnen und Schüler in den vier Fächern nach § 3 Absatz 2 jeweils eine Klausur zu fertigen.

 

§ 7

Mündliche Abiturprüfung

(1) Die Prüfungskommission beschließt nach den Ergebnissen der schriftlichen Prüfung, ob und in welchen Fächern der schriftlichen Prüfung ein Prüfling zusätzlich mündlich geprüft wird.

(2) Die Prüfungskommission hat auf schriftlichen Antrag eines Prüflings eine zusätzliche mündliche Prüfung in bis zu zwei schriftlichen Prüfungsfächern anzusetzen.

(3) Wird in Fächern der schriftlichen Prüfung auch mündlich geprüft, so ist das Gesamtergebnis im jeweiligen Prüfungsfach zu gleichen Teilen aus diesen Prüfungsergebnissen zu bilden.

(4) In der mündlichen Prüfung wird der Prüfling neben den Fächern nach den Absätzen 1 und 2 in vier Fächern nach § 3 Absatz 3 geprüft. Ist einem Antrag gemäß § 3 Absatz 4 stattgegeben worden, reduziert sich die mündliche Prüfung auf zwei Fächer.

(5) Stellt die Prüfungskommission nach dem Ergebnis einer der mündlichen Prüfungen fest, dass das Prüfungsziel nicht mehr erreicht werden kann, so wird die Prüfung abgebrochen und die Abiturprüfung für nicht bestanden erklärt. Dem Prüfling werden im Anschluss die wesentlichen Gründe für das Nichtbestehen der Prüfung mündlich erläutert.

 

§ 8

Besondere Lernleistung

(1) Besondere Lernleistungen nach § 3 Absatz 5 können sein: ein umfassender Beitrag aus einem von den Ländern geförderten Wettbewerb, eine Jahrgangs- oder Seminararbeit, die Ergebnisse eines umfassenden, fachübergreifenden Projekts oder Praktikums in Bereichen, die schulischen Unterrichtsfächern zugeordnet werden können.

(2) In der Gesamtberechnung wird sie in vierfacher Wertung angerechnet.

(3) Für die Korrektur und Leistungsbewertung gelten die generellen Regelungen der Abiturprüfungsverordnung.

(4) Die Zulassung der besonderen Lernleistung ist umgehend nach Beginn der Jahrgangsstufe 13 beim vorsitzenden Mitglied der Prüfungskommission zu beantragen. Ein Rücktritt von der besonderen Lernleistung ist nur bis zur Entscheidung über die Zulassung zur Abiturprüfung möglich. Die Festlegung von Thema, Gegenstand und Umfang der schriftlichen Dokumentation erfolgt im Einvernehmen zwischen den betreffenden Schülerinnen und Schülern und der Lehrkraft, die die besondere Lernleistung begleitet sowie mit Zustimmung des vorsitzenden Mitglieds der Prüfungskommission. Die fertige Dokumentation ist spätestens am letzten Unterrichtstag vor der schriftlichen Abiturprüfung bei der Schulleiterin oder dem Schulleiter abzugeben. Dabei ist durch Unterschrift am Ende der Arbeit zu versichern, dass die Arbeit selbstständig angefertigt wurde, keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel benutzt wurden und Quellenangaben kenntlich gemacht sind.

(5) Auch bei Gemeinschaftsarbeiten hat jeder Prüfling eine eigene schriftliche Dokumentation zu erstellen. Übernimmt er darin Teile von Mitschülerinnen und Mitschülern, so sind diese ebenfalls gesondert auszuweisen.

(6) Die mündliche Prüfung wird als Kolloquium auf der Grundlage der schriftlichen Dokumentation abgehalten. Das Kolloquium findet in der Zeit der mündlichen Prüfungen statt. Bei Gemeinschaftsarbeiten mehrerer Schülerinnen und Schüler kann das Kolloquium als Gruppenprüfung abgehalten werden. Findet das Kolloquium mit einer Schülergruppe statt, ist die individuelle Lernleistung des Prüflings sicherzustellen. In diesem Fall dauert das Kolloquium höchstens 60 Minuten.

(7) Für die Leistungen der schriftlichen Dokumentation und des Kolloquiums setzt der Fachprüfungsausschuss eine Gesamtnote im Verhältnis 1 : 1 fest.

 

§ 9

Berechnung der Gesamtpunktzahl

(1) Die in den einzelnen Fächern der schriftlichen Prüfung erbrachten Leistungen werden gemäß § 62 Absatz 5 des Schulgesetzes in Punkte umgerechnet und wie folgt gewichtet:

1.

Die Punktzahlen der beiden schriftlichen Prüfungsfächer mit erhöhtem Anforderungsniveau werden gemäß Anlage 1 mit dem jeweiligen Faktor multipliziert.

2.

Die Punktzahlen der beiden weiteren Fächer der schriftlichen Prüfung werden gemäß Anlage 1 mit dem jeweiligen Faktor multipliziert.

3.

Wird in den Fächern der schriftlichen Prüfung ebenfalls mündlich geprüft, werden die Punktzahlen der schriftlichen und mündlichen Prüfung

in der Anlage 1a in den Prüfungsfächern auf erhöhtem Anforderungsniveau jeweils mit 6,5, in den weiteren Fächern jeweils mit 4,5 multipliziert;
in der Anlage 1b in den Prüfungsfächern auf erhöhtem Anforderungsniveau jeweils mit sechs, in den weiteren Fächern jeweils mit vier multipliziert.

(2) Die in den weiteren vier Fächern der mündlichen Prüfung erbrachten Leistungen werden gemäß § 62 Absatz 5 des Schulgesetzes in Punkte umgerechnet und gemäß Anlage 1 mit dem jeweiligen Faktor multipliziert.

(3) Die Gesamtpunktzahl ergibt sich durch Addition der nach den Absätzen 1 und 2 gewichteten Punktwertungen der Prüfungsergebnisse in den Fächern der schriftlichen und mündlichen Prüfungsteile.

 

§ 10

Abschluss der Prüfung

(1) Die Prüfungskommission stellt für jeden Prüfling die Gesamtpunktzahl nach Absatz 2 fest. Die Durchschnittsnote wird unter Anwendung der Anlage 2 festgelegt.

(2) Die Abiturprüfung ist bestanden, wenn

1.

keines der acht Prüfungsfächer mit null Punkten bewertet wurde,

2.

in beiden Prüfungsfächern mit erhöhtem Anforderungsniveau zusammen mindestens 120 oder 130 Punkte,

3.

im Prüfungsteil der schriftlich zu prüfenden Fächer in mindestens zwei Fächern, darunter ein Fach gemäß Nummer 2, jeweils fünf Punkte einfacher Wertung,

4.

in den Fächern der schriftlichen Prüfung zusammen mindestens 220 oder 200 Punkte,

5.

im Prüfungsteil der übrigen vier Fächer in mindestens zwei Fächern, darunter einem Prüfungsfach, jeweils fünf Punkte einfacher Wertung und

6.

in den Fächern der mündlichen Prüfung insgesamt mindestens 80 Punkte

erreicht wurden.

(3) Werden die Voraussetzungen nach Absatz 2 nicht erfüllt, ist die Abiturprüfung nicht bestanden.

 

§ 11

Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife

(1) Nach bestandener Abiturprüfung erhält der Prüfling das Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife. Wer die Abiturprüfung an Freien Waldorfschulen nicht bestanden hat und die Schule verlässt, erhält ein Abgangszeugnis mit den in den einzelnen Schulhalbjahren erreichten Leistungsbewertungen.

(2) Eine erfolgreich abgeschlossene Prüfung in Latein und Griechisch wird auf dem Zeugnis der allgemeinen Hochschulreife bescheinigt.

(3) Näheres regelt die Verwaltungsvorschrift „Die Zeugnisse der Qualifikationsphase in der gymnasialen Oberstufe“.

 

§ 12

Wiederholung der Abiturprüfung

Hat der Prüfling die Abiturprüfung einmal nicht bestanden, so hat er die Jahrgangsstufe 13 zu wiederholen. Im Anschluss daran hat er die Zulassung zur Abiturprüfung gemäß § 5 zu beantragen. Prüfungsteile der ersten Prüfung werden nicht angerechnet.

 

§ 13

Schulischer Teil der Fachhochschulreife; Zeugnis

(1) Wer die Jahrgangsstufe 13 an Freien Waldorfschulen ohne bestandene Abiturprüfung verlässt, erhält auf Antrag eine Bescheinigung über den schulischen Teil der Fachhochschulreife. Hierzu müssen in der Abiturprüfung die folgenden Bedingungen erfüllt sein:

1.

In sieben Prüfungsfächern müssen insgesamt mindestens 35 Punkte in einfacher Wertung erreicht worden sein. Unter den Prüfungsfächern müssen Deutsch, eine Fremdsprache, Mathematik, eine Naturwissenschaft sowie Geschichte und Politische Bildung oder ein anderes Fach aus dem gesellschaftswissenschaftlichen Aufgabenfeld sein.

2.

In Deutsch, einer Fremdsprache, Mathematik und einer Naturwissenschaft müssen insgesamt mindestens 20 Punkte in einfacher Wertung erreicht worden sein.

3.

Höchstens drei Prüfungsfächer, darunter höchstens ein Prüfungsfach auf erhöhtem Anforderungsniveau, dürfen mit weniger als fünf Punkten in einfacher Wertung bewertet worden sein. Von den sieben Prüfungsfächern darf keines mit null Punkten bewertet worden sein.

(2) Für den Ersatz von Prüfungen durch Leistungen aus der Jahrgangsstufe 13 gilt § 3 Absatz 4 entsprechend. Dabei können Prüfungsleistungen in den Fächern Deutsch und einer Fremdsprache nicht ersetzt werden. Eine besondere Lernleistung kann nicht angerechnet werden. § 35 der Abiturprüfungsverordnung ist entsprechend anzuwenden.

(3) Die erreichte Gesamtpunktzahl wird in eine Durchschnittsnote nach Anlage 3 umgerechnet.

(4) Das Abgangszeugnis erhält den Vermerk: „... hat den schulischen Teil der Fachhochschulreife gemäß Nummer 9 der „Vereinbarung über die Durchführung der Abiturprüfung für Schülerinnen und Schüler an Waldorfschulen“ (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 21. Februar 1980 in der Fassung des Beschlusses vom 31. Mai 2012) erworben.“

 

§ 14

Anlagen

Die Anlagen 1 bis 3 sind Bestandteil dieser Verordnung.

 

§ 15

Übergangsbestimmungen

Die Regelungen im § 2 Absatz 1 hinsichtlich der Bildungsstandards für die Allgemeine Hochschulreife gelten erst für Schülerinnen und Schüler, die im Schuljahr 2016/2017 in die Jahrgangsstufe 13 eintreten.

 

§ 16

Inkrafttreten, Außerkrafttreten

(1) § 8 tritt am 1. August 2013 in Kraft. Im Übrigen tritt diese Verordnung mit Wirkung vom 1. August 2012 in Kraft.

(2) Mit Inkrafttreten dieser Verordnung tritt die Abiturprüfungsverordnung - Waldorfschulen vom 2. August 2006 (GVOBl. M-V S. 671), die durch die Verordnung vom 10. August 2009 (GVOBl. M-V S. 491) geändert worden ist, außer Kraft, mit Ausnahme des § 3 Absatz 2 und des § 13, die längstens bis zum 31. Juli 2013 fortgelten.

Schwerin, den 20. Januar 2013

Der Minister für Bildung,
Wissenschaft und Kultur
Mathias Brodkorb

 

Anlage 1

Übersicht über die im Zeugnis der Allgemeinen Hochschulreife erreichbare Höchstzahl von Punkten für Schülerinnen und Schüler an Waldorfschulen

a)

ohne besondere Lernleistung:

 

 

Faktor

erreichbare Gesamtpunktzahl

1.

schriftliches Fach (erhöhtes Anforderungsniveau)

131

195

2.

schriftliches Fach (erhöhtes Anforderungsniveau)

131

195

3.

schriftliches Fach (grundlegendes Anforderungsniveau)

91

135

4.

schriftliches Fach (grundlegendes Anforderungsniveau)

91

135

5.

mündliches Fach (grundlegendes Anforderungsniveau)

4

60

6.

mündliches Fach (grundlegendes Anforderungsniveau)

4

60

7.

mündliches Fach (grundlegendes Anforderungsniveau)2

4

60

8.

mündliches Fach (grundlegendes Anforderungsniveau)2

4

60

 

Insgesamt

60

900

b)

mit besondere Lernleistung:

 

 

Faktor

erreichbare Gesamtpunktzahl

1.

schriftliches Fach (erhöhtes Anforderungsniveau)

121

180

2.

schriftliches Fach (erhöhtes Anforderungsniveau)

121

180

3.

schriftliches Fach (grundlegendes Anforderungsniveau)

81

120

4.

schriftliches Fach (grundlegendes Anforderungsniveau)

81

120

5.

besondere Lernleistung

4

60

6.

mündliches Fach (grundlegendes Anforderungsniveau)

4

60

7.

mündliches Fach (grundlegendes Anforderungsniveau)2

4

60

8.

mündliches Fach (grundlegendes Anforderungsniveau)2

4

60

9.

mündliches Fach (grundlegendes Anforderungsniveau)2

4

60

 

Insgesamt

60

900


Fußnoten
1)

Es wird auf eine ganzzahlige Punktzahl gerundet; ab 0,5 wird aufgerundet.

2)

Kann nach § 3 Absatz 4 durch die Kurshalbjahresleistung des zweiten Halbjahres der Jahrgangsstufe 13 ersetzt werden.

 

Anlage 2

Ermittlung der Durchschnittsnote aus der Punktzahl

Punkte

Durchschnittsnote

900 - 823

1,0

822 - 805

1,1

804 - 787

1,2

786 - 769

1,3

768 - 751

1,4

750 - 733

1,5

732 - 715

1,6

714 - 697

1,7

696 - 679

1,8

678 - 661

1,9

660 - 643

2,0

642 - 625

2,1

624 - 607

2,2

606 - 589

2,3

588 - 571

2,4

570 - 553

2,5

552 - 535

2,6

534 - 517

2,7

516 - 499

2,8

498 - 481

2,9

480 - 463

3,0

462 - 445

3,1

444 - 427

3,2

426 - 409

3,3

408 - 391

3,4

390 - 373

3,5

372 - 355

3,6

354 - 337

3,7

336 - 319

3,8

318 - 301

3,9

300

4,0

 

Anlage 3

Ermittlung der Durchschnittsnote
für den schulischen Teil der Fachhochschulreife aus der Punktzahl

Punkte

Durchschnittsnote

105 - 97

1,0

96 - 95

1,1

94 - 93

1,2

92 - 91

1,3

90 - 89

1,4

88 - 87

1,5

86 - 85

1,6

84 - 83

1,7

82 - 81

1,8

80 - 79

1,9

78 - 76

2,0

75 - 74

2,1

73 - 72

2,2

71 - 70

2,3

69 - 68

2,4

67 - 66

2,5

65 - 64

2,6

63 - 62

2,7

61 - 60

2,8

59 - 58

2,9

57 - 55

3,0

54 - 53

3,1

52 - 51

3,2

50 - 49

3,3

48 - 47

3,4

46 - 45

3,5

44 - 43

3,6

42 - 41

3,7

40 - 39

3,8

38 - 37

3,9

36 - 35

4,0

 

Zusatzinformationen


Mecklenburg-Vorpommern / MV tut gut