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Verordnung über die Gebühren und Auslagen für Amtshandlungen der
Bauaufsicht (Baugebührenverordnung - BauGebVO M-V)
Vom 10. Juli 2006
Fundstelle: GVOBl. M-V 2006, S. 588
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 1, 2 und Anlage 2 geändert, Anlage 3 aufgehoben durch Artikel 3 der Verordnung vom 14. April 2016 (GVOBl. M-V S. 171, 192)
 

Aufgrund des § 2 Abs. 1 und 2 des Landesverwaltungskostengesetzes vom 4. Oktober 1991 (GVOBl. M-V S. 366, 435), das zuletzt durch § 3 des Gesetzes vom 19. Dezember 2005 (GVOBl. M-V S. 634) geändert worden ist, verordnet das Ministerium für Arbeit, Bau und Landesentwicklung im Einvernehmen mit dem Innenministerium und dem Finanzministerium:

 

§ 1

Kostentragungspflicht

Für Amtshandlungen der Bauaufsicht sind Kosten (Gebühren und Auslagen) zu erheben. Die Höhe der Gebühren ergibt sich aus dem Gebührenverzeichnis (Anlage 1) und der Anlage 2. Die Anlagen 1 bis 2 sind Bestandteil dieser Verordnung. Die Höhe der Gebühren für die Prüfung der Vollständigkeit und Richtigkeit der Standsicherheitsnachweise und der Brandschutznachweise durch die Bauaufsichtsbehörde sowie für die Überwachung der ordnungsgemäßen Bauausführung durch die Bauaufsichtsbehörde hinsichtlich der von ihr geprüften Standsicherheitsnachweise und Brandschutznachweise ist in entsprechender Anwendung des Teils 6 Abschnitt 1 und 2 der Bauprüfverordnung zu ermitteln. Vergütungen, die von der Bauaufsichtsbehörde oder einem Prüfamt an einen Prüfingenieur für Standsicherheit oder einen Prüfingenieur für Brandschutz zu zahlen sind, sind als Auslagen zu erstatten. Die Gebühren sind auf volle Euro abzurunden.

 

§ 2

Anrechenbare Bauwerte

(1) Für die in der Anlage 2 aufgeführten Gebäude sind die anrechenbaren Bauwerte aus dem Brutto-Rauminhalt der Gebäude, vervielfältigt mit dem jeweils angegebenen Wert je Kubikmeter Brutto-Rauminhalt, zu berechnen. Der Brutto-Rauminhalt für diese Gebäude bestimmt sich nach DIN 277-1. Die anrechenbaren Bauwerte der Anlage 2 basieren auf der Indexzahl 1,000 für das Jahr 2000. Für die folgenden Jahre sind die dort angegebenen anrechenbaren Bauwerte jährlich mit einer Indexzahl, die sich aus dem arithmetischen Mittel der vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Preisindizes für den Neubau von Wohngebäuden, Bürogebäuden und gewerblichen Betriebsgebäuden ohne Umsatzsteuer errechnet, zu vervielfältigen und auf volle Euro ab- oder aufzurunden. Die oberste Bauaufsichtsbehörde gibt jeweils die Indexzahl und die fortgeschriebenen anrechenbaren Bauwerte bekannt.

(2) Für die nicht in der Anlage 2 aufgeführten baulichen Anlagen sind die anrechenbaren Bauwerte die Kosten nach § 50 Absatz 1 bis 3 der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure, für alle nicht von dieser Vorschrift erfassten baulichen Anlagen sind die maßgeblichen Kosten nach dem Umfang sämtlicher Arbeiten und Lieferungen (Herstellungskosten), die zur Fertigstellung erforderlich sind, zu ermitteln. Zu den anrechenbaren Bauwerten zählen auch die nicht in den Kosten nach Satz 1 enthaltenen Kosten für Bauteile, für die ein Standsicherheitsnachweis geprüft werden muss, ausgenommen die Kosten für Außenwandbekleidungen und für Fassaden. Bei Umbauten sind auch die Kosten für Abbrucharbeiten anrechenbar. Nicht anrechenbar sind die auf die Kosten nach den Sätzen 1 bis 3 entfallende Umsatzsteuer. Bei der Ermittlung der anrechenbaren Bauwerte ist von den Kosten der Kostenberechnung auszugehen, die ortsüblich im Zeitpunkt der Auftragserteilung für die Herstellung der baulichen Anlagen erforderlich sind. Einsparungen durch Eigenleistungen oder Vergünstigungen sind nicht zu berücksichtigen.

(3) In den Fällen des Absatzes 2 kann die Bauaufsichtsbehörde für die Ermittlung der Gebühren die anrechenbaren Bauwerte unter Berücksichtigung ortsüblicher Preise schätzen, wenn der Kostenschuldner den anrechenbaren Bauwert nicht nachgewiesen hat. Der Kostenschuldner kann diesen Nachweis auch noch nach Erlass eines Gebührenbescheides führen, solange der Gebührenbescheid noch nicht unanfechtbar geworden ist.

(4) Die anrechenbaren Bauwerte sind jeweils auf volle Tausend Euro aufzurunden.

 

§ 3

In-Kraft-Treten, Außer-Kraft-Treten

Diese Verordnung tritt am 1. September 2006 in Kraft. Gleichzeitig tritt die Baugebührenordnung vom 15. November 2001 (GVOBl. M-V S. 450), geändert durch die Verordnung vom 11. November 2003 (GVOBl. M-V S. 538), außer Kraft.

 

§ 4

Übergangsvorschrift

Die vor Inkrafttreten dieser Verordnung begonnenen Verfahren sind nach den bisherigen Vorschriften zu Ende zu führen.

Schwerin, den 10. Juli 2006

Der Minister für Arbeit,
Bau und Landesentwicklung
Helmut Holter

 

Anlage 1

(zu § 1)

Gebührenverzeichnis

Nummer

Gegenstand

Gebühr
in Euro

1

Baugenehmigung, Vorbescheid

 

1.1

Genehmigung von Baumaßnahmen oder baulichen Anlagen, außer Werbeanlagen,

 

1.1.1

für je angefangene 1 000 Euro anrechenbare Bauwerte

11

 

mindestens

60

1.1.2

im vereinfachten Baugenehmigungsverfahren, auch bei Eintritt der Genehmigungsfiktion, für je angefangene 1 000 Euro anrechenbare

 

 

Bauwerte

7

 

mindestens

50

 

Zu den Nummern 1.1.1 und 1.1.2:
Wird die Baugenehmigung erst nach Beginn der Bauarbeiten oder der Nutzungsänderung erteilt, kann die dreifache Gebühr erhoben werden, soweit keine Teilbaugenehmigung erteilt wurde. Für mehrere gleiche Gebäude oder andere gleiche bauliche Anlagen auf einem Baugrundstück oder auf benachbarten Baugrundstücken ermäßigen sich die Gebühren, soweit die Mindestgebühren nicht unterschritten werden, für die zweite und jede weitere bauliche Anlage auf die Hälfte, wenn die Bauanträge gleichzeitig zur Prüfung vorgelegt werden. Die Ermäßigung ist auf alle Bauanträge umzulegen.

 

1.1.3

Zuschlag für in der Baugenehmigung enthaltene, ansonsten gebührenpflichtige Entscheidungen anderer Behörden nach

 

1.1.3.1

-

wasserrechtlichen Vorschriften

60 bis 6 000

1.1.3.2

-

naturschutzrechtlichen Vorschriften

30 bis 3 000

1.1.3.3

-

waldrechtlichen Vorschriften

100 bis 500

1.1.3.4

-

straßen- und wegerechtlichen Vorschriften

10 bis 1 000

1.1.4

Zuschlag für die Durchführung der Umweltverträglichkeitsprüfung (nachfolgend UVP genannt)

30 % der Gebühr nach Nummer 1.1.1 und 1.1.2

1.1.5

Zuschlag für die Durchführung der Vorprüfung der UVP-Pflicht im Einzelfall

5 % der Gebühr nach Nummer 1.1.1 und 1.1.2

 

Zu den Nummern 1.1.4 und 1.1.5:
Wird im Ergebnis einer durchgeführten Vorprüfung der UVP-Pflicht im Einzelfall eine UVP notwendig, kommt der Zuschlag nach Nummer 1.1.5 nicht zur Anwendung.

 

1.1.6

Prüfung von nachgereichten geänderten Bauvorlagen während des Genehmigungsverfahrens, die eine erneute Prüfung notwendig machen

zusätzlich bis zu 30 % der Gebühr nach den Nummern 1.1.1 und 1.1.2

1.2

Genehmigung von Werbeanlagen

50 bis 1 000

1.3

Genehmigung von selbstständigen Abgrabungen und Aufschüttungen

50 bis 1 000

1.4

Genehmigung von Nutzungsänderungen

50 bis 2 500

 

Zu Nummer 1.4:
Die Gebührenerhebung für die mit Nutzungsänderungen im Zusammenhang stehenden sonstigen Baumaßnahmen bleibt unberührt.

 

1.5

Genehmigung des Abbruchs oder der Beseitigung von baulichen Anlagen

50 bis 2 000

1.6

Änderung einer Baugenehmigung aufgrund geänderter Bauvorlagen, soweit sich die Gebühr nicht nach den Nummern 1.1 bis 1.5 bestimmen lässt

50 bis 900

1.7

Verlängerung einer Baugenehmigung

20 % der Gebühr nach den Nummern 1.1 bis 1.6

 

mindestens

50

1.8

Teilbaugenehmigung

50 bis 1 500

 

Zu Nummer 1.8:
Die Gebühr für die einzelne Teilbaugenehmigung, soweit sie 150 Euro übersteigt, kann unter Berücksichtigung eines geringeren Prüfaufwandes im Baugenehmigungsverfahren auf die Gebühr für die Baugenehmigung angerechnet werden.

 

1.9

Vorbescheid

60 bis 2 500

1.10

Verlängerung eines Vorbescheides

60 bis 1 250

 

Zu den Nummern 1.9 und 1.10:
Die Gebühr für einen Vorbescheid oder dessen Verlängerung kann unter Berücksichtigung eines geringeren Prüfaufwandes im Baugenehmigungsverfahren bis zur Hälfte auf die Baugenehmigungsgebühr angerechnet werden.

 

2

Verwendbarkeitsnachweise

 

2.1

Allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis

250 bis 5 000

2.2

Verlängerung eines allgemeinen bauaufsichtlichen Prüfzeugnisses

250 bis 1 000

2.3

Zustimmung im Einzelfall zur Verwendung von Bauprodukten oder Anwendung von Bauarten

150 bis 5 000

2.4

Verzicht auf Zustimmung im Einzelfall zur Verwendung von Bauprodukten oder Anwendung von Bauarten

50 bis 1 750

2.5

Festlegung, dass eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung, ein allgemeines bauaufsichtliches Prüfzeugnis oder eine Zustimmung im Einzelfall für bestimmte Bauarten nicht erforderlich ist

150 bis 3 000

2.6

Gestattung der Verwendung von Bauprodukten oder der Anwendung von Bauarten ohne das erforderliche Übereinstimmungszertifikat

150 bis 2 500

3

Abweichung, Ausnahme, Befreiung

 

3.1

Zulassung einer Abweichung von einer Vorschrift des Bauordnungsrechts

50 bis 2 500

3.2

Zulassung einer Ausnahme oder Befreiung nach § 31 oder § 34 Absatz 2 Halbsatz 2 des Baugesetzbuches

50 bis 2 500

3.3

Entscheidung über einen Antrag auf Zulassung einer Ausnahme nach § 24 oder Befreiung nach § 25 Energieeinsparverordnung

25 bis 2 500

4

Baulast

 

4.1

Eintragung einer Baulast einschließlich der Entgegennahme der Baulasterklärung

50 bis 1 000

4.2

Löschung einer Baulast

50 bis 250

4.3

Auszug aus dem Baulastverzeichnis oder schriftliche Auskunft darüber, dass kein Baulastenblatt besteht

 

 

je Grundstück

15 bis 100

5

Sonstige Amtshandlungen

 

5.1

Zurückweisung des Bauantrages nach § 69 Absatz 2 der Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern

50 bis 400

5.2

Gebrauchsabnahme Fliegender Bauten

10 bis 1 000

 

Zu Nummer 5.2:
Mit der Gebühr sind die aus Reisekosten entstehenden Auslagen abgegolten.

 

5.3

wiederkehrende Überprüfung von Sonderbauten durch die Bauaufsichtsbehörde

nach Zeitaufwand

5.4

Anerkennung als Prüfingenieur für Standsicherheit oder als Prüfingenieur für Brandschutz

1 000 bis 2 500

 

Zu Nummer 5.4:
Die als Aufwandsentschädigung und Reisekosten der Mitglieder des Prüfungsausschusses entstehenden Auslagen sind in der Verwaltungsgebühr nicht enthalten und zusätzlich zu erstatten.

 

5.5

Ordnungsbehördliche Verfügungen nach den §§ 58 und 78 bis 82 der Landesbauordnung Mecklenburg-Vorpommern

50 bis 5 000

5.6

Genehmigung nach § 22 des Baugesetzbuches

50 bis 300

5.7

Zeugnis nach § 22 des Baugesetzbuches

50 bis 300

5.8

Abgeschlossenheitsbescheinigung nach § 7 Absatz 4 oder § 32 Absatz 2 des Wohnungseigentumsgesetzes je Wohnung oder sonstigem Raum höchstens je Gebäude

50 bis 2500

5.9

Gastspielprüfbuch

50 bis 2 500

5.10

aufgrund von festgestellten Rechtsverstößen erforderliche Anordnungen und Maßnahmen im Rahmen der Marktüberwachung nach dem Bauproduktenmarktüberwachungsgesetz (BauPMG M-V)

100 bis 5 000

 

Zu Nummer 5.10:
Die als Kosten für die Prüfung und Bewertung von Bauprodukten in technischer Hinsicht im Zusammenhang mit der Amtshandlung entstehenden Auslagen sind in der Verwaltungsgebühr nicht enthalten und zusätzlich zu erstatten.

 

5.11

andere als in den Nummern 5.1 bis 5.10 genannte, zum unmittelbaren Nutzen der Beteiligten vorgenommene Amtshandlungen der Bauaufsichtsbehörden, außer einfachen Auskünften

nach Zeitaufwand

 

Zu Nummer 5.11:
Die Gebühr ist anzusetzen mit dem Aufwand der unter regelmäßigen Verhältnissen sich ergeben würde.
Reisezeiten werden als Zeitaufwand mit berechnet. Werden mit einer Dienstreise mehrere Amtshandlungen bei unterschiedlichen Antragstellern verbunden, ist die Reisezeit anteilig zu berechnen. Die Gebühr nach Zeitaufwand beträgt für jede angefangene halbe Stunde

 

5.11.1

für die Beamtinnen und Beamten der Laufbahngruppe 2 ab 2. Einstiegsamt (bisher höherer Dienst) oder vergleichbare Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

37

5.11.2

für die Beamtinnen und Beamten der Laufbahngruppe 2 unterhalb 2. Einstiegsamt (bisher gehobener Dienst) oder vergleichbare Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

27

5.11.3

für die Beamtinnen und Beamten der Laufbahngruppe 1 ab 2. Einstiegsamt (bisher mittlerer Dienst) oder vergleichbare Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

21

 

Anlage 2

(zu § 2 Abs. 1 Satz 1)

Tabelle der anrechenbaren Bauwerte je Kubikmeter Brutto-Rauminhalt
Bezugsjahr 2000 = Indexzahl 1,000

Num-mer

Gebäudeart

anrechenbare Bauwerte in Euro je Kubikmeter

 

 

 

1.

Wohngebäude

95

2.

Wochenendhäuser

83

3.

Büro- und Verwaltungsgebäude, Banken und Arztpraxen

128

4.

Schulen

121

5.

Kindertageseinrichtungen

108

6.

Hotels, Pensionen und Heime bis jeweils 60 Betten, Gaststätten

108

7.

Hotels, Heime und Sanatorien mit jeweils mehr als 60 Betten

126

8.

Krankenhäuser

141

9.

Versammlungsstätten wie Mehrzweckhallen, soweit nicht nach den Nummern 11 und 12, Theater, Kinos

108

10.

Hallenbäder

117

11.

eingeschossige, hallenartige Gebäude wie Verkaufsstätten, Fabrik-, Werkstatt- und Lagergebäude in einfachen Rahmen- oder Stiel-Riegel-Konstruktionen und mit nicht mehr als 50000 m3 Brutto-Rauminhalt sowie einfache Sporthallen und landwirtschaftliche Betriebsgebäude, soweit sie nicht der Nummer 19 zuzuordnen sind

 

11.1

bis 2500 m3 Brutto-Rauminhalt
Bauart schwer1)
sonstige Bauart


46
39

11.2

der 2500 m3 übersteigende Brutto-Rauminhalt bis 5000 m3
Bauart schwer1)
sonstige Bauart


39
32

11.3

der 5000 m3 übersteigende Brutto-Rauminhalt
Bauart schwer1)
sonstige Bauart


32
25

12.

andere eingeschossige Verkaufsstätten, Sportstätten

72

13.

andere eingeschossige Fabrik-, Werkstatt- und Lagergebäude

64

14.

mehrgeschossige Verkaufsstätten mit nicht mehr als 50000 m3 Brutto-Rauminhalt

97

15.

mehrgeschossige Fabrik-, Werkstatt- und Lagergebäude mit nicht mehr als 50000 m3 Brutto-Rauminhalt

84

16.

eingeschossige Garagen, ausgenommen offene Kleingaragen

70

17.

mehrgeschossige Mittel- und Großgaragen

84

18.

Tiefgaragen

130

19.

Schuppen, Kaltställe, offene Feldscheunen, offene Kleingaragen und ähnliche Gebäude

34

20.

Gewächshäuser

 

20.1

bis 1500 m3 Brutto-Rauminhalt

25

20.2

der 1500 m3 übersteigende Brutto-Rauminhalt

15

Bei Gebäuden mit mehr als fünf Geschossen sind die anrechenbaren Bauwerte um fünf Prozent, bei Hochhäusern um zehn Prozent und bei Gebäuden mit befahrbaren Decken, außer bei den Nummern 16 bis 18, um zehn Prozent zu erhöhen. Bei Hallenbauten mit Kränen, bei denen der Standsicherheitsnachweis für Kranbahnen geprüft werden muss, sind für die von Kranbahnen erfassten Hallenbereiche anrechenbare Bauwerte von 38 Euro je Quadratmeter, vervielfacht mit der Indexzahl nach § 2 Abs. 1, hinzuzurechnen.

Die in der Tabelle angegebenen Werte berücksichtigen nur Flachgründungen mit Streifen- oder Einzelfundamenten. Mehrkosten für andere Gründungen wie Pfahlgründungen, Schlitzwände sind getrennt zu ermitteln und den anrechenbaren Bauwerten hinzuzurechnen. Bei Flächengründungen sind je Quadratmeter Sohlplatte zwei Kubikmeter zum Brutto-Rauminhalt hinzuzurechnen.

Bei Gebäuden mit gemischter Nutzung sind für die Gebäudeteile mit verschiedenen Nutzungsarten die anrechenbaren Bauwerte anteilig zu ermitteln, soweit Nutzungsarten nicht nur Nebenzwecken dienen.

Fußnoten
1)

Gebäude mit Tragwerken, die überwiegend in Massivbauart errichtet werden.